Heimat- und Geschichtsverein Osterode am Harz und Umgebung eV.

Geschichte und Gegenwart erforschen und bewahren

Preis: 15,00 €

Die Veröffentlichung von Ekkehard Eder: „Osterode am Harz zwischen Kaiserreich und Republik – Vom Vorabend des 1. Weltkriegs bis zum Sommer 1919“ kann beim Heimat- und Geschichtsverein Osterode, Martin-Luther-Platz 2 (Altes Rathaus), donnerstags von 16-17 Uhr zum Preis von 15,00 € erworben werden. Außerdem ist das Heft im Museum im Ritterhaus, Rollberg 32, erhältlich (Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10-13 Uhr und 14-17 Uhr, Sa. und So. 14-17 Uhr, Heiligabend bis 2. Weihnachtsfeiertag geschlossen).

Pressenotiz:

Osterode im Ersten Weltkrieg

Als Sonderheft der Heimatblätter des Heimat- und Geschichtsvereins ist nunmehr eine neue Publikation über den Ersten Weltkrieg in Osterode erschienen. Stadtarchivar Ekkehard Eder beschränkt sich dabei nicht nur auf die Zeit des Krieges, sondern schildert auch die Ereignisse in Osterode in den Jahren vor 1914 bis zum Sommer 1919. Der Autor geht dabei auf den Bevölkerungszuwachs, die bauliche Entwicklung und die wirtschaftliche Situation ein. Er beschreibt auch das Lebensgefühl jener Jahre und stellt die Politiker und Verwaltungsleiter vor, die damals in Stadt und Landkreis Osterode in der Verantwortung standen. Während einerseits im technischen und wirtschaftlichen Bereich große Fortschritte erreicht wurden, blieben die politischen Verhältnisse häufig noch von althergebrachten Regelungen bestimmt, die längst nicht mehr in die Zeit passten.

Der Kriegsausbruch im August 1914 wurde von einigen, meist jüngeren Osterodern bejubelt, während andere mit großer Sorge die Ereignisse verfolgten. Hunderte Osteroder mussten an die Front. Ihre Angehörigen hielten mit Feldpostbriefen Kontakt zu ihnen. Frauen ersetzten die eingerückten Männer in Betrieben, Schulen und Organisationen. In der Stadt stationierte das Militär mehrere Kompanien der Goslarer Jäger, eine Osteroder Jugendkompagnie diente der vormilitärischen Ausbildung der Heranwachsenden. Das industrialisierte Deutschland, das auf den Import von Rohstoffen und Nahrungsmitteln angewiesen war, kam durch die englische Seeblockade in erhebliche Schwierigkeiten. Mit Materialsammlungen und Beschlagnahmungen wurde versucht, die auf Rüstungsproduktion umgestellten Betriebe in Gang zu halten. Kriegsgefangene setzte man auch bereits im Ersten Weltkrieg in Osteroder Betrieben ein. Eine strenge Rationierung der Lebensmittel und anderer Verbrauchsgüter konnte Hunger und Not nicht abwenden. Schwarzhandel und Wucher wurde – häufig vergeblich – von den Behörden bekämpft. Während in der ersten Kriegsphase die meisten Bevölkerungsgruppen in Deutschland noch einmütig die kriegsbedingten Maßnahmen unterstützten, hatte die Menschen nach vier Jahren Tod, Leiden und Entbehrungen genug. Eine Revolution fegte die Monarchie hinweg, auch in Osterode gestaltete ein Arbeiter- und Soldatenrat den Übergang zu einer neuen, republikanischen Staatsform. Die Heimkehr der Soldaten und ihre Wiedereingliederung in das Erwerbsleben, die Versorgung der Kriegsinvaliden, Witwen und Waisen stellten auch die Osteroder vor erhebliche Herausforderungen.

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